Auf den "Blocksberg" zu Hexen und Teufeln

Höhepunkt im Harz: 1142 m, der Brocken. Diese Tour, dazu noch von Clausthal-Zellerfeld aus, braucht schon einige Kondition. Dafür wird man bei gutem Wetter mit einer grandiosen 360 Grad Fernsicht belohnt. Aber das wissen auch andere Besucher. Die Brockenbahn spuckt täglich Tausende von Touristen aus, und auch die Wanderer ziehen in großen und kleinen Gruppen zuhauf auf den "Blocksberg". Es lohnt sich deshalb, früh aufzustehen, um dem größten Rummel zu entgehen. Abseits der Hauptwege und des Gipfels hat man den Wald allerdings wieder für sich ganz allein.


Informationen zur Strecke


Start und Ziel:
Länge:
Steigung:
Wegebeschaffenheit:

Einkehrmöglichkeiten:
Sehenswürdigkeiten:
Schützenplatz in Zellerfeld (Parkplatz Aldi, Rewe)
66 km
1300 Höhenmeter
Asphalt, breite Forstwege, Plattenweg,
Schiebestrecke auf dem Goetheweg
Gasthäuser in Altenau, Torfhaus und auf dem Brocken
Schmalspurbahn, Brockenmuseum, Gipfelblick,
Brockengarten

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Starten Sie am Schützenplatz in Zellerfeld. Folgen Sie der Strecke wie in Tour 1 beschrieben bis zur ehemaligen Bahnlinie Clausthal-Zellerfeld - Altenau. Fahren Sie auf der Bahnlinie in Richtung Altenau. Bei dem Viadukt über die Straße verlassen Sie den Radweg. Rollen Sie auf der Straße weiter bergab bis zur Hauptstraße. Halten Sie sich hier links. Vorbei an einem Campingplatz erreichen Sie den Vorstau des Okerstausees. Überqueren Sie die kleine Staumauer und folgen Sie nun dem erst mäßig, später steil ansteigenden Forstweg durch das Kellwassertal bis zur Bundestraße 4 kurz vor Torfhaus. Überqueren Sie die Straße und setzen Sie Ihren Weg nach Osten fort. Wenn Sie nicht gerade ein Tal durchfahren, sehen Sie ihr Ziel immer vor sich.

In einem großen Bogen umfahren Sie Torfhaus und orientieren sich zu den Luisenklippen. Dieser Weg ist zwar nicht der direkte, Sie vermeiden dadurch aber unliebsame Diskussionen mit Fußgängern auf dem Abbegrabenweg. Ganz in der Nähe der Ecker- und Bodequelle erreichen Sie die ehemaligen Grenzbefestigungen. Übrig ist davon nur noch ein kaum befahrbarer Plattenweg, auf dem Sie besser schieben. Wenn Sie die Bahnstrecke der Schmalspurbahn erreicht haben, müssen Sie ohnehin aus dem Sattel, denn das Radfahren ist auf dem "Goetheweg" untersagt. Immer neben der Bahn her erreichen Sie das Sträßchen, dass von Schierke heraufführt. Hier treffen zwei viel begangenen Wege zusammen und entsprechend groß ist das Gedränge.

Ob im Winter oder im Sommer, der Brocken ist nach der Grenzöffnung wieder Deutschlands meistbesuchter Berg. Der Gipfel ist keine Schönheit, er ist völlig verbaut mit Fernmeldeanlagen. Es lohnt sich aber der kleine Rundweg um das Gipfelplateau mit dem Brockengarten, in dem seltene Pflanzen gedeihen, die sonst nur im Hochgebirge oder subarktischen Tundren zu finden sind. Die grandiose Fernsicht haben wir schon im einleitenden Text erwähnt. Im Brockenmuseum finden Sie einen Überblick über die Geschichte dieses Berges. Und wenn Sie im Wolkenhäuschen, der ältesten Schutzhütte hier oben, sitzen, werden Sie mit Sicherheit an die Walpurgisnachtszene aus Goethes "Faust" denken.

Die folgende Abfahrt ins Eckertal hat es in sich, hier sind gute Bremsen gefragt. Vorbei am Scharfenstein fahren Sie nach links und erreichen bald den Stausee. Es geht über dessen Mauer, danach bleiben Sie links und fahren mehr oder weniger am See entlang. Später orientieren Sie sich nach Torfhaus. Der Einfachheit halber und weil es sicher auch schon später am Tag geworden ist, folgen Sie nun der Straße nach Altenau. Kurz nach dem Schild, das die Höhe von 600 m anzeigt, erreichen Sie den Dammgraben. Sie können links auf der Grabenbrust nahezu ohne Höhenverlust bis in die Gegend von Clausthal fahren. Bitte nehmen Sie hier besondere Rücksicht auf Wanderer. In der Nähe von Dammhaus stoßen Sie wieder auf eine Straße. Halten Sie sich links.

Am Vorfahrtschild fahren Sie hundert Meter nach rechts. Direkt gegenüber der Gaststätte beginnt der  Sperberhaier Damm. Überqueren Sie hier hoch über der Straße den Taleinschnitt. Am Ende des Dammes begeben Sie sich wieder auf die Straße. Ein kurzer Anstieg noch und Sie stehen am Parkplatz "Polsterberger Zechenhaus". Fast parallel zur Straße führt hier ein Weg immer geradeaus über mehrere Wegekreuzungen hinweg nach Clausthal-Zellerfeld.