Große Brockenrunde

Wenn schon nicht auf den Gipfel des höchsten Berges im Harz, dann wenigstens einmal ganz herum um das Brockenmassiv! Diese Tour besteht aus sehr unterschiedlichen Teilen: Durch das wildromantische Okertal erreichen Sie den Harzrand, auf dem "Hexenradweg" rollen Sie gemütlich bis Wernigerode, für den Anstieg auf die Höhe bedienen Sie sich der Harzquerbahn und zum Schluss merken Sie noch einmal, dass Sie im Gebirge fahren. Dies ist eine lange, streckenweise auch anstrengende Rundfahrt. Verzichten Sie darauf, sie am Wochenende zu fahren, Sie müssen sich die Straßen mit zu vielen anderen Fahrzeugen teilen. An einem Wochentag bringt die Strecke mehr Genuss.


Informationen zur Strecke


Start und Ziel:
Länge:
Steigung:
Wegebeschaffenheit:
Einkehrmöglichkeiten:
Sehenswürdigkeiten:
Schützenplatz in Zellerfeld (Parkplatz Aldi, Rewe)
90 km (reine Radkilometer)
1000 Höhenmeter
Straßen, breite Forstwege
Gaststätten entlang der gesamten Strecke
Wernigerode, Harzquerbahn

Druckversion herunterladen (PDF 15 KB)
GPX-Track auf GPSies

Karte in openstreetmap öffnen

Starten Sie früh an diesem Tag, denn es müssen einige Kilometer bewältigt werden. Folgen Sie dem Wegweiser nach Oker. Nach kurzer Fahrt über die Zellerfelder Hochfläche verlieren Sie schnell an Höhe und erreichen bei Oberschulenberg den Okerstausee, an dessen westlichem Rand entlang Sie nach einigen Kilometern die imposante Staumauer erreichen. Die Straße senkt sich weiter nach Romkerhalle. Hier beim Wasserfall treffen Sie auf die Oker. Während der Vormittagsstunden ist das Flussbett mit gischtendem Wasser gefüllt, in dem sich die Kanuten tummeln. Durch das enge Tal, über Ihnen ragen die Kästeklippen empor, erreichen Sie Oker. Biegen Sie an der Ampel rechts ab. Sie sollten jetzt das Symbol für den Harzrundweg, eine Hexe mit einem R 1, entdecken, dem Sie von nun ab folgen.

Links bleiben die Gebäude der ehemaligen Hüttenwerke zurück. Bald liegt Bad Harzburg vor Ihnen. Der Radwanderweg macht hier einen Bogen nach Norden ins Harzvorland hinein, um bei Stapelburg wieder die Berge zu erreichen. Sie können, statt dem R 1 zu folgen, auch durch die Stadt und von dort weiter nach Eckertal fahren. An dem Flüsschen überschreiten Sie die ehemalige Grenze zur DDR. Der R 1 verlässt die Straße, führt ein Weilchen ins Tal hinein, um vor Erreichen der Steigungen doch wieder die Richtung nach Osten zu nehmen. Ohne große Anstrengungen rollen Sie durch schattigen Buchenwald, immer wieder laden Gaststätten zur Rast ein. Hin und wieder gibt der Wald schöne Blicke ins Hatzvorland frei. Vorbei an Ilsenburg geht es weiter bis nach Wernigerode.

Lassen Sie sich in dieser bunten Fachwerkstadt ein wenig Zeit, erkundigen Sie sich aber vorher am Bahnhof "Westertor" nach den Abfahrtzeiten der Harzquerbahn, die Sie ja im Anschluss an den Stadtbummel auf den Harz hinaufbringen soll. Die zum Teil dampfgetriebenen Züge sind eine Attraktion für Reisende und Fotografen. Sie führen immer einen Güterwaggon mit, in den Sie Ihr Rad einladen können. Mit Hilfe dieses Verkehrsmittels erreichen Sie nach einer eindrucksvollen Fahrt ohne Anstrengung die Höhe von über 600 m. Die Unentwegten können den Anstieg natürlich auch aus eigener Kraft bewältigen: Die landschaftlich reizvollste Strecke führt durch das Tal der Steinernen Renne. Aber Achtung! Der Name drückt schon aus, wie steil es hier ist.

In Elend verlassen Sie den Zug wieder. Sie folgen der Straße nach Braunlage. Anfangs geht es noch ganz moderat zu, aber spätestens nach Braunlage auf dem "Kaiserweg" müssen Sie kräftig treten, um die Höhe bei Königskrug zu erreichen. Kurz vor der beliebten Ausflugsgaststätte an der B 4 halten Sie sich links und folgen der Ausschilderung "Oderteich". Hier an der ältesten deutschen Talsperre erreichen Sie wieder die Straße. Folgen Sie ihr über Sonnenberg nach Stieglitzecke. Es folgt eine rasante Abfahrt nach Dammhaus. Sollten Sie die Straße meiden wollen, in der Tour "Zur Hanskühnenburg ..." sind Alternativen beschrieben. Nach Dammhaus gibt es noch eine kurze aber knackige Steigung, ehe Sie wieder die Hochfläche erreicht haben und ohne weitere Anstrengung zum Ausgangspunkt zurückkommen.